Investieren im Alter: Darauf sollte man achten

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Die Antwort auf die Frage, welche Anlage empfohlen werden kann, hängt natürlich von der individuellen Situation ab. Über wie viel Geld verfügt der Anleger? Möchte man hohe Gewinne erzielen und geht dafür ein höheres Risiko ein oder ist das Thema Sicherheit weitaus wichtiger als die zu erzielende Rendite? Ein weiterer Aspekt ist auch das Alter des Anlegers. Wer 70 Jahre alt ist, der sollte sich für keinen geschlossenen Fonds mit einer zehnjährigen Laufzeit entscheiden. Ab dem 60. Lebensjahr ist es nämlich wichtig, dass eine gesunde Mischung aus Geld zusammenhalten und günstige Wertentwicklung besteht. Zudem sollten sich Rentner auch die Frage stellen, ob sie das Geld für sich oder mitunter für die Kinder oder Enkelkinder anlegen.

Was Rentner im Vorfeld berücksichtigen sollten

Natürlich ist das Geld auf einem Sparbuch, Tages- oder Festgeldkonto sicher aufgehoben, jedoch sind derartige Produkte schon seit Jahren nicht mehr attraktiv. Die Sparzinsen sind derartig niedrig, sodass man am Ende des Jahres sogar einen Verlust verbuchen kann, wenn für das Konto Gebühren anfallen und mitunter noch die Inflation berücksichtigt wird. Eine Alternative, sofern man risikobereiter ist, wäre ein Geldmarkt- oder auch Rentenfonds. Wichtig ist, dass dem Anleger immer drei Renten zur Verfügung stehen, sodass etwaige Zahlungen – etwa für die Reparatur des Autos oder für eine hohe Rechnung vom Zahnarzt – problemlos beglichen werden können.

Das ist auch der Grund, warum auch Rentner im Vorfeld eine Analyse durchführen sollten, wie viel Geld für das tagtägliche Leben benötigt wird. Sind in den nächsten zwei bis drei Jahren größere Ausgaben geplant? Wer mitunter noch das Eigenheim renovieren möchte, sollte nicht das gesamte Vermögen veranlagen, sondern immer berücksichtigen, dass das Ersparte demnächst benötigt wird. Zudem lohnt sich auch der Vergleich – viele Rentner vertrauen dem langjährigen Bankberater, doch das heißt noch lange nicht, dass dieser auch die besten Produkte anbietet. Wer also sein Geld veranlagen will, der sollte im Vorfeld Angebote von unterschiedlichen Banken einholen und diese sodann vergleichen. Auch sollte man sich keinesfalls hinreißen lassen und sofort vor Ort den Vertrag unterzeichnen. Man kann schon einmal ein paar Tage darüber nachdenken und auch seine Familienmitglieder um Rat fragen, sofern es sich auch um eine Veranlagung handelt, von der am Ende die Kinder oder Enkelkinder profitieren sollen.

Wer seinen Bankberater mehrere Tage warten lässt, der kann sogar mit verbesserten Konditionen rechnen – befürchtet der Berater nämlich, dass das Geschäft auf der Zielgerade platzen könnte, werden viele Angebote nämlich noch verbessert.

Wie empfehlenswert sind Aktien?

Möchte man etwa über CMC Markets sein Geld in Aktiengesellschaften investieren, so sollten Rentner die nachstehende Formel berücksichtigen: Maximal 100, abzüglich des Lebensalters in Aktienfonds oder Aktien. Das heißt, ein Anleger, der 60 Jahre alt ist, sollte nicht mehr als 40 Prozent des Vermögens in Aktien investieren. Wer bereits 75 oder 80 Jahre oder noch älter ist, sollte sein Geld hingegen gar nicht mehr in Aktien stecken – Kursverluste, die mitunter erst nach Jahren wieder ausgeglichen werden können, sind dann nämlich mitunter nicht mehr möglich, sodass die Veranlagung tatsächlich zum Misserfolg führt.

Aufgrund der Tatsache, dass spekulative Anlagen nur dann empfohlen werden können, wenn man einen langen Anlagehorizont verfolgt, sollten Rentner daher vorwiegend in „sichere“ Produkte mit einer relativ kurzen Laufzeit investieren.

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