Bettlägerigkeit

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Die Bettlägerigkeit ist für viele Senioren ein gefürchtetes Thema. Doch auch mit zunehmendem Alter und fortschreitenden gesundheitlichen Einschränkungen müssen ältere Menschen nicht automatisch bettlägerig werden. Denn bei vielen Senioren, die ans Bett gefesselt sind, könnte die Bettlägerigkeit durchaus auch verhindert werden.

Bettlägerigkeit kein unvermeidbares Schicksal

In vielen Fällen wird die Bettlägerigkeit als schicksalhafte Fügung empfunden, die als Folge einer schweren Krankheit nicht abzuwenden ist. Doch häufig führt nicht der gesundheitliche Zustand der älteren Menschen zu der Bettlägerigkeit, sondern verschiedene unglückliche Umstände. Bei vielen Menschen entwickelt sich dieser Zustand schleichend und durch frühzeitiges Eingreifen kann dieser Prozess durchaus erfolgreich unterbrochen werden.

Die folgenden äußeren Umstände können eine Bettlägerigkeit begünstigen:

  • Fehlende Hilfe für körperlich eingeschränkte Menschen
  • Ungeeignete Einrichtung und nicht passende Möbel
  • Falsche Rücksichtnahme auf das Umfeld
  • Häufiges Liegen, um sich zu schonen

Lässt die Kraft nach, benötigen viele Menschen im Alter Hilfe von außen, um den Alltag bewältigen zu können und weiterhin mobil zu bleiben. So kann schon das tägliche Aufstehen aus dem Bett oder Sessel zu einer kaum überwindbaren Hürde werden. Ist diese Hilfe allerdings im Alltag nicht verfügbar, dann sind viele Menschen an das Bett gefesselt. Doch genau diese Problematik kann auf Dauer zu einer Bettlägerigkeit führen und den Gesundheitszustand der Menschen noch zusätzlich verschlechtern. Denn bereits nach kurzer Zeit treten Kreislaufprobleme auf und die Muskulatur bildet sich zurück. Zudem stellt diese Art der Isolation für viele Betroffenen auch eine psychische Belastung dar.

Bettlägerigkeit – Es gibt auch einen Weg zurück!

Gerade Menschen der Generation 50plus möchten keine Umstände bereiten und fordern aus diesem Grund auch keine aktive Hilfe ein. Doch diese einfachen Hilfestellungen im Alltag können helfen, um bettlägerige Menschen wieder beweglich und unabhängig zu machen. Noch immer glauben viele Betroffene, dass Ruhe gut ist, um die körperlichen Reserven zu schonen. Doch genau dies ist der falsche Weg. Denn auch bei älteren Menschen ist Bewegung äußerst wichtig, um den Körper bei Kräften zu halten. Hilfreich erweist sich in diesem Zusammenhang auch ein gezieltes Muskel- und Kreislauftraining – auch für Senioren, die an den Rollstuhl gefesselt sind. Auf diese Weise kann sogar eine Bettlägerigkeit wieder rückgängig gemacht werden. Doch auch die besten Trainingseinheiten helfen nicht, wenn die Menschen keinen Grund haben, das Bett zu verlassen. Aus diesem Grund spielt auch das Sozialleben eine wichtige Rolle, um die Bettlägerigkeit zu vermeiden. Denn Menschen, die eine Familie oder Freunde haben, die ihnen Rückhalt geben, bleiben länger aktiv und nehmen am Leben teil.

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